Kurzbiografie

Sabine Bürger studierte Bildende Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Ulrich Erben und als Meisterschülerin bei Professor Günther Uecker. 1986 wurde sie mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zum Studium am Royal College of Art in London ausgezeichnet. Sie lebte sechs Jahre in London, wo sie eine Reihe von Performanceprojekten entwickelte und sich einer Untersuchung des fotografischen Selbstbildes widmete. Ab den späten 1990er-Jahren präsentierte sie ihre fotografischen Werke in zahlreichen Ausstellungen, unter anderem im Museum Ludwig in Köln. Ihre Schwarzweißfotografien erschienen auf den Titelseiten der deutschen Fotomagazine Photonews und Schwarzweiss. Seit 2007 konzentriert sie sich vorwiegend auf das Medium Video und erforscht die Schnittstelle zwischen Video und Sound. Diverse Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit Musikern, u.a. Heiner Göbbels (D), William Basinski (US), Machinefabriek (NL) und Steve Roden (US).

Second Nature, eine von Bürger co-kuratierte Gruppenausstellung, die kulturelle Wahrnehmungen von Natur in unterschiedlichen Medien untersuchte, war 2014 in der Galerie Vayhinger in Radolfzell am Bodensee zu sehen. Great Expectations, ein Video- und Fotoportrait des Wisbech & Fenland Museum (UK), wird nach einer Reihe von Präsentationen, u.a. an der Universität Duisburg-Essen (2016) oder der Universität Amsterdam (2017), im Juni 2018 im Rahmen der Konferenz Art, Materiality and Representation im British Museum in London präsentiert werden. Ihr Video-Textportrait der Stuttgarter Galeristin und Mariposa-Gründerin Helga Müller, ein über achtstündiges Video, das mehrere Jahrzehnte Kunstgeschichte der deutschen Nachkriegszeit anschaulich vermittelt, war nach Stationen in Ostfildern und Bregenz zu Gast in der Ausstellung Köln auf dem Weg zur Kunstmetropole, die vom Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels (ZADIK) veranstaltet wurde. Jüngste audiovisuelle Kollaborationen mit Musikern sind The Silver Key mit der mexikanischen Komponistin Rosalía Soria Luz, präsentiert bei der ISSTA International Festival and Conference on Sound in the Arts, Science and Technology, im Dundalk Institute of Technology, Irland (2017), und Neander’s Hollow mit dem niederländischen Musiker Chis Bakker, das im Herbst 2018 im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen sein wird.

Seit 2005 ist sie außerdem als Übersetzer für Museen tätig (gemeinsam mit ihrem Mann, dem britischen Künstler Tim Beeby). Projekte aus jüngster Zeit sind unter anderem der Katalog zu Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen, einer Ausstellung im Jüdischen Museum Hohenems, Österreich (2018); Übersetzungen für die anlässlich der Skulptur Projekte Münster erschienene Publikation Out of Place sowie von Teilen des Skulptur Projekte Münster Archivs (2017); A-Z. Die Sammlung Marzona in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Berlin (2017); sowie der komplette Ausstellungskatalog für 10 Americans. After Paul Klee, einer Ausstellung des Zentrums Paul Klee in Bern (2017) und der Phillips Collection, Washington DC (2018).


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© Sabine Bürger 2015